
von graciosa sind wir direkt nach puerto mogan gesegelt. in der duese am suedspizerl von gran canaria hatten wir so richtig viel wind. 35 knoten lt. angabe von anderen schiffen, unser windmesser ist kaputt und eine reparatur lohnt sich jetzt nach 3200 seemeilen auch nicht mehr.
in mogan scheint idemo jetzt festgewachsen. wir warten und reparieren den ganzen tag, bzw. ändern und installieren alle jene sachen die wir in kroatien nicht mehr fertig gemacht haben.
jeden tag fahren schiffe richtung westen aus dem hafen. jeder bekommt als abschied ein hupkonzert. viele gehen das erste mal, aber einige haben doch schon viel erfahrung und die horchen wir natuerlich genau aus.

die meisten neulinge sind mit der ARC (250 schiffe)über den teich gegangen. einige haben sich dazugeschummelt und sind am selben sonntag (angeblich auch 200) richtung westen ausgelaufen, die nannten sich dann "ANARCS". viele sind zufällig am samstag davor oder montag danach ausgelaufen und haben jeden zusammenhang mit der ARC vehement bestritten.
die organisatoren der ARC haben aus den funkfrequenzen ein grosses geheimnis gemacht. am freitag vor der abfahrt wusste noch kein ARCskipper auf welchen frequenzen das wetter durchgegeben wird. aber sonntag vormittag noch vor dem start der regatta, sind die genauen angaben schon bei uns am steg (50 sm von las palmas entfernt) verteilt worden. segler koennen scheinbar keine geheimnisse bewahren!
wir haben uns entschlossen irgendwann im dezember auf die kap verden (tolle sandstraende, wenig tourismus, nette leute) zu gehen und gehören damit zur vierten gruppe (ARC, ANARCS, zufallARCS, kapverds) der atlantiksegler,

denn fast niemand geht jetzt noch direkt in die karibik.
wahrscheinlich brechen wir dann ende jaenner richtung karibik auf. man wird sehen was sich ergibt.
oefter denken wir an kroatien, welches - und das wissen wir jetzt GANZ GENAU das schoenste segelrevier im mittelmeer ist. falls wir jemals wieder diese tour machen, lassen wir bis auf sardinien das meiste wohl aus. gott sei dank segeln die massen dort und glauben sie sind im paradies. so ist kroatien nicht so ueberfuellt und nicht ganz so teuer. wenn wir sagen, dass wir aus kroatien gestartet sind, ruempfen viele die nase und haben keine ahnung! die ankerplaetze, die die handbuecher im westlichen mittelmeer empfehlen und ruehmen, haben uns oft nur muede laechler gekostet. immer muss man stand by sein, jederzeit bereit sein auszulaufen wenn der wind dreht.