26. Juni 2019
   

 
Ingrid schreibt einen Bericht für den Trans Ocean. Sie erzählt von ihren Freuden und Ängsten, entstanden durch die Weltumsegelung mit unserer Tochter. Völlig überraschend bekommen wir auf diese Zeilen sehr viel Post. Es dürfte doch einge Menschen geben die dieses Thema interessiert.

 
Ingrid schreibt einen Bericht für den Trans Ocean. Sie erzählt von ihren Freuden und Ängsten, entstanden durch die Weltumsegelung mit unserer Tochter. Völlig überraschend bekommen wir auf diese Zeilen sehr viel Post. Es dürfte doch einge Menschen geben die dieses Thema interessiert.
  Anna auf der Idemo   minimieren

Wir sind jetzt seit fast genau 3,5 Jahren  unterwegs. Wir, das sind Anna (7 Jahre), ihr Papa Robert und ich, Ingrid. Wir haben im Juni 2000 mit unserer IDEMO, einer Motiva 42, Kroatien verlassen und sind seit dem auf "grosser Fahrt", immer nach Westen.
Anna war 3,5 Jahre alt, als wir unsere Zelte in Wien abbrachen, um fuer 3 Jahre "auszusteigen". Sie hatte bereits Segelerfahrung, aber nur auf Toerns in der Adria. Wir alle drei hatten keine sonderliche Erfahrung im Langstreckensegeln, aber das sollte sich ja jetzt aendern.
Unsere Familie war nicht begeistert, dass wir so lange weg wollten und das geliebte Enkelkind "entfuehren" und manche unserer Freunde erklaerten uns schlicht fuer verrueckt. Wir liessen uns dadurch aber nicht entmutigen und ich kann jedem nur raten, der aehnliches vorhat: Ohren zu und ueber sich ergehen lassen, auch wenn es manchmal wehtut, frei nach dem Motto: twenty years from now you will be more disappointed by the things that you did not do, than by the ones you did do. (Mark Twain)
So fuhren wir also los. Die ersten paar Monate waren fuer uns alle drei gewoehnungsbeduerftig, da sich unser Leben ja komplett verandert hatte, aber auch sehr schoen. Im Mittelmeer besuchten uns unsere Eltern und wir hatten Besuch von befreundeten Familien mit Kindern, was uns nicht gleich merken liess, dass Kinder auf anderen Schiffen rar gesaet sind. Gleich vorweg: das hat sich bis jetzt auch nicht geaendert. Vom Mittelmeer bis nach Panama trafen wir oft wochenlang keine anderen Schiffe mit Kindern an Bord.

Diese Phasen sind nicht ganz einfach, weil wir dann versuchen die fehlende Kindergesellschaft zu ersetzen und das ist nicht ganz so leicht. Wir versuchen dann immer sehr viel mit Anna zu machen: zu basteln, vorzulesen, regelmaessige Voschule bzw. spaeter Schule, am Strand tollen, schnorcheln usw. Dabei haben Robert und ich festgestellt, dass uns die von Kindern so sehr geliebten Rollenspiele am allerschwersten fallen (z.B.: ich bin die Mama und du das Baby oder du bist Prinz Erik und ich Arielle). Da koennen wir nicht mit, nach 5 Minuten Baby-sein, faellt uns nichts mehr ein. Bis jetzt ist es uns noch nicht gelungen, das zu aendern. Anna hat sich abgefunden und ist auch mit 5 Minuten-Rollenspielen zufrieden. Ich kann nur empfehlen, viel Bastelmaterial und entsprechende Literatur an Bord zu haben und den Wunsch sich selber einmal ein Buch vor die Nase zu klemmen, auf den Abend zu verschieben. Ist nun einmal so.
Wenn wir aber Kinder auf anderen Schiffen treffen, spielt sich das ab wie zu Hause auch. Die Kinder verabreden sich entweder am Strand oder besuchen sich gegenseitig auf den Schiffen. Oft verbringen Kinder von anderen Schiffen den ganzen Tag bei uns und mit uns, essen mit uns, machen bei unseren Ausfluegen mit oder haben sogar einen "sleep over" bei uns an Bord. Dann wieder ist Anna fuer einen ganzen Tag auf einem anderen Kinderschiff eingeladen und so wechseln sich die Eltern mit der Betreuung ab. Oft sind auch aeltere Kinder dabei, die dann auf die kleineren am Strand aufpassen. Kinder, die auf Schiffen leben, haben kein Problem mit viel aelteren oder juengeren zu spielen, weil sie gelernt haben, sich anzupassen und auf andere gut zugehen koennen. Auch Sprachbarrieren sind bald ueberbrueckt. Nach ein paar Monaten in der Karibik, konnte Anna sich fliessend auf Englisch unterhalten. Ein sehr angenehmer Nebeneffekt!
Zu erwaehnen ist auch, dass wir sehr viele Schiffe getroffen haben, die ohne Kinder segeln, aber Kinder sehr gerne moegen. Es ist uns bisher selten passiert, dass Anna von anderen "kinderlosen" Seglern ignoriert wird und auf fast jedem Grillfest am Strand oder beim Sundowner findet sich jemand, der mit den Kids was macht oder sich mit ihnen unterhaelt. Viele aeltere Segler vermissen ihre Enkerln zu Hause und bemuehen sich richtig um unsere Anna und so kommt es, dass Anna so manche Crew besser kennt als wir, weil sie eben mit denen schon geplaudert und gespielt hat. Das gefaellt uns ebenfalls an der Entwicklung unserer Tochter, dass sie lernt auf andere zuzugehen und sehr kommunikativ ist.

Viele Schiffe haben Video an Bord und Anna wird oft eingeladen, sich Videos anzuschauen. Das heisst, selbst auf dem Disney-Sektor sind wir auf dem laufenden.
Meine Empfehlung also, trifft man ein Schiff mit Kind oder Kindern und man vesteht sich, sollte man versuchen gemeinsam zu segeln. Man muss ja nicht staendig aufeinander picken, aber sich vielleicht absprechen, wo man sich wieder trifft und die Plaene vielleicht ein wenig aufeinander abstimmen. Nur so, haben wir herausgefunden, kann man einigermassen sicher sein, einen Spielgefaehrten immer wieder zu treffen.

Wie stellt sich also das Leben auf einem Segelboot mit Kind dar? Nicht anders als wahrscheinlich zu zweit, nur dass halt ein Crewmitglied mehr Aufmerksamkeit braucht. Ob Anna ein verzogener, egoistischer Balg ist, weil wir segeln, statt ein "normales" Leben zu fuehren, kann ich als ihre Mutter nicht objektiv beurteilen. Ich sehe aber, dass sie sich koerperlich und geistig normal entwickelt. Was ihr aber vielleicht ein wenig fehlte, war die Erfahrung, wie man sich in eine fest bestehende Kindergruppe einfuegt. Das hat sich mit unserem Neuseelandaufenthalt von ca. 8 Monaten geaendert, weil Anna fuer 6 Monate in die Schule ging und in den Ferien ein Ferienprogramm besuchte. Sie hatte viel Spass und ist in der Schule gut mitgekommen. Noch dazu haben wir durch die Schule sehr bald Anschluss zu Familien gefunden und richtige Freundschaften geschlossen.
Der einzige negative Punkt an dieser Sache, waren die Schulgebuehren: NZ$ 2.000,- (ca. Euro 1.000,-) pro Semester und das Schuljahr hat 4 Semester (unser Monatsbudget beträgt 800 - 900 Euro)! Das ist kein Tippfehler, die Schulgebuehren fuer internationale Studenten sind seit 2002 so hoch. Wir konnten einen Sonderpreis von NZ$ 600,- pro Semester aushandeln, immer noch happig, aber das war es uns wert. Ausserdem musste Anna ein Studienvisum beantragen, was nicht weiter schwierig ist, aber halt Rennerei bedeutet. Meine Empfehlung, mit der Schule reden. Ich bin mir sicher, dass man ueberall verhandeln kann, vor allem wenn das Kind schon ein wenig Englisch kann und keine Sonderbetreuung braucht. Eher einen kleineren Ort waehlen, in Auckland geht gar nichts, Wellington und Nelson waren sehr kulant (alles von anderen Schiffen gehoert). Wir selber waren in Tauranga. Falls jemand Fragen dazu hat, beantworte ich gerne per email. Taurange war auch hervorragend geeignet fuer unsere Schiffsueberholung.
Australien ist da noch komplizierter. Die Schulgebühren bewegen sich in etwa in der Hoehe von Neuseeland, aber ein Kind, das non-residency ist, darf ueberhaupt nur fuer 3 Monate in die Schule gehen, dann ist Schluss!
Anna hat ihre Zeit in der Schule sehr genossen und war in die Klassengemeinschaft voll integriert. Der Abschied fiel uns allen dreien sehr schwer, weil wir da unten so viele liebe Freunde gewonnen haben.
 
Seit wir wieder unterwegs sind, unterrichten wir Anna selbst an Bord. Wir haben von den oesterreichischen Behoerden die offizielle Genehmigung erhalten, unser Kind fuer die 1.Klasse im Heimunterricht zu unterrichten. Das war wichtig fuer die Kinderbeihilfe (Kindergeld). Es funktioniert recht gut und wir kommen gut voran. Wir haben die Schulbuecher der ersten Klasse an Bord und wir hatten das Glueck, dass eine Freundin von Roberts Mutter Volksschullehrerin ist und uns per Brief und mail gute Tips gab und gibt und uns das Material ein wenig aufbereitet hat. Es ist wirklich keine Hexerei und macht auch Spass. Gleich nach dem Fruehstueck "machen wir Schule", auf See regelmaessiger als am Ankerplatz, aber mit einem Kind allein, kommt man im Stoff sehr schnell voran und lesen und schreiben kann unsere Maus ja schon aus der Schule in Neuseeland und von der Vorschule an Bord her. Die erste Klasse schaffen wir, da habe ich keine Bedenken!
Anna und wir haben Spass an unserer Reise. Sie mag die langen Passagen (im Gegensatz zu ihrer Mutter!), weil wir dann so viel Zeit fuer sie haben. Wenn wir in Haefen liegen, sind wir immer sehr beschaeftigt mit Besorgungen, Reparaturen und, und, und... Auf Ankerplaetzen in einsamen Buchten und auf langen Passagen haben wir einen geregelten Tagesablauf und das mag Anna. Sie schwimmt wie ein Frosch, schnorchelt und taucht und spingt von der Reling ins Wasser. Sie liebt es, wenn wir Freunde auf unser Boot zum Essen oder Sundowner einladen oder wir eingeladen werden. Barbecue am Strand mit grossem Feuer ist ein Freudentag und wenn dann noch ein Fisch gegrillt wird, der an ihrer Schleppangel angebissen hat, noch besser.
Sie weiss eine Menge ueber die Laender, die wir besucht haben und steigt mit uns auf jeden Berg, um alles einmal von oben zu sehen. Hin und wieder ein Video schauen und Computerspielen ist etwas Besonderes. Einstweilen bleibt sie ja von dem ganzen Mist im Fernsehen noch veschont, liebt dafuer aber Buecher ueber alles. Sie zeichnet und malt, was sie unter und ueber Wasser sieht und stellt uns den ganzen Tag Fragen ueber dies und das. Ausserdem ist ihr durch diese Reise bewusst geworden, dass vieles teuer ist und nicht immer gekauft werden kann oder zur Verfuegung steht. So wird die Tafel Schokolade eben eingeteilt und hin und wieder einmal essen gehen oder in der Strandbar ein Cola trinken, sind spezielle Anlaesse.

Es ist ihr bewusst, dass Wasser ein kostbares Gut ist und nicht unbegrenzt aus dem Wasserhahn kommt. Brot backen macht Anna und uns Spass und wir essen bewusst viel Obst und Gemuese, wenn es verfuegbar ist, was ja nicht immer der Fall ist.

Anna hat auch ihre Aufgaben an Bord: Sie muss ihre Kabine ordentlich aufrauemen, ihre Sachen aus dem Salon und von Deck an ihren Platz zurueckbringen, beim Gechirrspuelen helfen und die Leinen Aufschiessen, wenn wir im Hafen ankommen. Nach dem Schwimmen ist es ihre Aufgabe die Handtuecher aufzuhaengen.

Natuerlich ist unser Kind kein Musterkind. Sie kann schimpfen, bruellen, sich taub oder dumm stellen, kratzbuerstig und garstig sein wie jedes andere Kind auch. Sie probiert aus, wer wohl staerker ist und will ihre Grenzen immer wieder aufs Neue erproben. Das ist genauso wie an Land auch. So gibt es auch auf der IDEMO Diskussionen und Streit zwischen Eltern und Kind, und Robert und ich versuchen immer einer Meinung zu sein, was natuerlich nicht immer hinhaut. Aber das alles kennen alle Eltern, egal ob auf einem Schiff, einem Bergbauernhof oder im Loft Down Town.

Apropos down town, mit dem Strassenverkehr kennt Anna sich zugegebenermassen nicht so besonders aus, weil sie das im Moment eben nicht so sehr braucht. Ausserdem kommen die Autos auf fast jeder Insel aus einer anderen Richtung (einmal Links- dann wieder Rechtsverkehr). Da muessen wir einiges nachholen, wenn wir wieder an Land leben!

Vielleicht ist sie auch ein wenig unselbststaendiger als andere Siebenjaehrige, weil wir ja immer um sie herum sind. Aber das sollten wir zu gegebener Zeit in den Griff bekommen, spaetestens, wenn sie allein den Schulweg bestreiten wird. Kinder, die nicht auf einem Schiff leben, haben sicher andere Interessen als unser Kind, aber ich bin mir sicher, dass es nicht lange dauern wird, bis sie sich eingefuegt und aufgeholt hat, wenn wir wieder zu Hause sind. In Neuseeland ging das jedenfalls superschnell.
 
Vor unserer Abreise berieten wir uns mit unserem Kinderarzt, der uns eine Bordapotheke fuer Anna zusammenstellte und gleich vorweg - diese haben wir bis jetzt am allerwenigsten gebraucht. In den 3,5 Jahren war Anna ganze 2x krank: einmal Durchfall mit etwas Fieber und eine Streptokokkeninfektion in Tahiti, die man sich in den Tropen sehr leicht holen kann. Meine Bedenken, nicht immer einen Kinderarzt parat zu haben und "was tue ich wenn"-Gedanken, konnte ich bis jetzt getrost auf die Seite schieben (gleich Holz klopfen!). Zu Hause brachte Anna mindestens jede 2. Woche irgendeine Infektion aus dem Kindergarten oder vom Kindergeburtstag mit und wir waren staendig beim Arzt - vor allem im Winter. Wir waren selbst ueberrascht, aber die staendige frische Luft und die fehlenden geschlossenen Raeume, sind ein grosser Vorteil unserer Reise.

In den Dengue-Fieber gefaehrdeten Gebieten (praktisch fast rund um den Aequator) versuchen wir Moskito-Bisse mit Repellents und Moskitonetzen zu vermeiden und stark gefaehrdete Malaria-Gebiete, werden wir auch in Zukunft ganz auslassen.

Leider wird Anna in den ersten Tagen auf See oft seekrank. Sie bricht und mag nichts essen. Solange sie liegen kann, ist alles relativ gut und sie kann es ertragen. Die ersten Tage wird sie dann von uns besonders liebevoll verwoehnt und das weiss sie natuerlich. Nach 2 - 3 Tagen sind die Seebeine gewachsen und egal wie sehr es schauckelt, Anna ist wieder quietschlebendig. Wir haben es mit Homoeopathie (Petroleum-Globuli D6) versucht und manchmal hilft das.  In Neuseeland hat man mir das Praeparat "Sea-Legs" (Meclozine-Hydrochloride BP; fuer Erwachsene und Kinder) empfohlen und das funktioniert wunderbar. Sie nimmt die Tabletten nur die ersten beiden Tage und dann ist alles okay. Bei mir haben sie auch gut gewirkt.
Solange Anna nicht schwimmen konnte, musste sie immer ihre Rettungsweste tragen, an Deck, im Dinghi, im Hafen, beim Segeln. Sie war daran gewoehnt, weil sie ja von klein auf, auf Segelschiffen war und immer einen Lifebelt umhatte. Das Leben wurde sehr viel leichter, als Anna schwimmen konnte, was mit 4,5 Jahren der Fall war. Wer kann schon von sich sagen, in der Rodney Bay schwimmen gelernt zu haben? Davor ist sie mit Schwimmfluegel geschwommen, damit auch von der Reling ins Wasser gehuepft und hatte sie am Strand auch immer an. Schwimmen lernen ist nur eine Geduldsfrage, haben wir festgestellt und man darf ja nicht pushen - das kommt fast von selbst. Im Dinghi traegt sie den Lifebelt nur noch, wenn es recht rauh zugeht und der Wind stark blaest, ausserdem steuert den Aussenborder sowieso meistens Anna und passt auf, dass keiner ins Wasser faellt.

Als wir abfuhren, meinte Annas Kindergaertnerin, das Leben auf einem Schiff mit den Eltern allein, ist sicher schoen und birgt viele Vorteile. Der Kindergarten wird ihr wahrscheinlich ein wenig fehlen und sicher manchmal auch andere Kinder, aber einen "Schaden davontragen" wie so manch anderer meinte, wird unser Kind sicher nicht. Weiters nannte sie mir einiges Spiel- und Lernmaterial fuer 3 - 4 jaehrige, was wir auf Vorrat besorgten. So hatten wir Spiele, Buecher und kleine Ueberraschungen fuer das erste Jahr schon an Bord, was sich als sehr guter Tip herausstellte, weil wir ja dann keine Moeglichkeit mehr hatten, deutschsprachiges Spielmaterial ohne lange Wartezeiten in Haefen zu verbringen, zu bekommen (die letzte deutsche Buchhandlung fanden wir auf Mallorca!). Spaeter schickten uns unsere Eltern immer wieder Pakete mit Spielen, Vorschulunterlagen und Buechern. Im Internet gibt's eine Menge Auswahl und wir konnten ihnen immer genau sagen, was wir uns fuer Anna wuenschen. Ausserdem bekamen wir Kinderbuch- und CD-ROM-Kataloge zum Aussuchen.
Auf einen Nenner gebracht, wuerde ich sagen, wir lieben unser Leben an Bord -einmal mehr und einmal weniger. An vielen Tagen denke ich, nie mehr wieder moechte ich etwas anderes tun und dann wieder, verfluche ich den Tag, an dem wir beschlossen, kein Haus zu bauen, sondern ein Schiff zu kaufen. Aber ist das nicht immer im Leben so, egal ob man segelt oder "normal" lebt?

Wir sind davon ueberzeugt, dass es eine gute Entscheidung war und gerade heute sagte Robert: ich habe die drei besten Jahre meines Lebens hinter mir! und Anna antwortete: Ich auch!
 
Wir freuen uns aber auch schon auf die Zeit, wenn wir wieder an Land leben werden und wir sprechen darueber, wie unsere neue Wohnung aussehen wird und wo wir die Tanoa (Holzschuessel) von den Marquesas mit den Kauris drinnen aufstellen werden. Ein Jahr haben wir noch Zeit, darueber nachzudenken, dann sind wir wieder zu Hause und da wartet das naechste Abenteuer auf uns - wieder Fuss fassen und ein schulpflichtiges Kind grossziehen - klingt nach Herausforderung, nicht? Davor haben wir aber noch ein Jahr segeln, das wir ganz besonders geniessen werden.

 
 
 
 
 
 
Ingrid an Bord Idemo

September 2003

dzt. Darwin / Australien
e-mail: sy.idemo@gmx.at


 

Wir sind jetzt seit fast genau 3,5 Jahren  unterwegs. Wir, das sind Anna (7 Jahre), ihr Papa Robert und ich, Ingrid. Wir haben im Juni 2000 mit unserer IDEMO, einer Motiva 42, Kroatien verlassen und sind seit dem auf "grosser Fahrt", immer nach Westen.
Anna war 3,5 Jahre alt, als wir unsere Zelte in Wien abbrachen, um fuer 3 Jahre "auszusteigen". Sie hatte bereits Segelerfahrung, aber nur auf Toerns in der Adria. Wir alle drei hatten keine sonderliche Erfahrung im Langstreckensegeln, aber das sollte sich ja jetzt aendern.
Unsere Familie war nicht begeistert, dass wir so lange weg wollten und das geliebte Enkelkind "entfuehren" und manche unserer Freunde erklaerten uns schlicht fuer verrueckt. Wir liessen uns dadurch aber nicht entmutigen und ich kann jedem nur raten, der aehnliches vorhat: Ohren zu und ueber sich ergehen lassen, auch wenn es manchmal wehtut, frei nach dem Motto: twenty years from now you will be more disappointed by the things that you did not do, than by the ones you did do. (Mark Twain)
So fuhren wir also los. Die ersten paar Monate waren fuer uns alle drei gewoehnungsbeduerftig, da sich unser Leben ja komplett verandert hatte, aber auch sehr schoen. Im Mittelmeer besuchten uns unsere Eltern und wir hatten Besuch von befreundeten Familien mit Kindern, was uns nicht gleich merken liess, dass Kinder auf anderen Schiffen rar gesaet sind. Gleich vorweg: das hat sich bis jetzt auch nicht geaendert. Vom Mittelmeer bis nach Panama trafen wir oft wochenlang keine anderen Schiffe mit Kindern an Bord.

Diese Phasen sind nicht ganz einfach, weil wir dann versuchen die fehlende Kindergesellschaft zu ersetzen und das ist nicht ganz so leicht. Wir versuchen dann immer sehr viel mit Anna zu machen: zu basteln, vorzulesen, regelmaessige Voschule bzw. spaeter Schule, am Strand tollen, schnorcheln usw. Dabei haben Robert und ich festgestellt, dass uns die von Kindern so sehr geliebten Rollenspiele am allerschwersten fallen (z.B.: ich bin die Mama und du das Baby oder du bist Prinz Erik und ich Arielle). Da koennen wir nicht mit, nach 5 Minuten Baby-sein, faellt uns nichts mehr ein. Bis jetzt ist es uns noch nicht gelungen, das zu aendern. Anna hat sich abgefunden und ist auch mit 5 Minuten-Rollenspielen zufrieden. Ich kann nur empfehlen, viel Bastelmaterial und entsprechende Literatur an Bord zu haben und den Wunsch sich selber einmal ein Buch vor die Nase zu klemmen, auf den Abend zu verschieben. Ist nun einmal so.
Wenn wir aber Kinder auf anderen Schiffen treffen, spielt sich das ab wie zu Hause auch. Die Kinder verabreden sich entweder am Strand oder besuchen sich gegenseitig auf den Schiffen. Oft verbringen Kinder von anderen Schiffen den ganzen Tag bei uns und mit uns, essen mit uns, machen bei unseren Ausfluegen mit oder haben sogar einen "sleep over" bei uns an Bord. Dann wieder ist Anna fuer einen ganzen Tag auf einem anderen Kinderschiff eingeladen und so wechseln sich die Eltern mit der Betreuung ab. Oft sind auch aeltere Kinder dabei, die dann auf die kleineren am Strand aufpassen. Kinder, die auf Schiffen leben, haben kein Problem mit viel aelteren oder juengeren zu spielen, weil sie gelernt haben, sich anzupassen und auf andere gut zugehen koennen. Auch Sprachbarrieren sind bald ueberbrueckt. Nach ein paar Monaten in der Karibik, konnte Anna sich fliessend auf Englisch unterhalten. Ein sehr angenehmer Nebeneffekt!
Zu erwaehnen ist auch, dass wir sehr viele Schiffe getroffen haben, die ohne Kinder segeln, aber Kinder sehr gerne moegen. Es ist uns bisher selten passiert, dass Anna von anderen "kinderlosen" Seglern ignoriert wird und auf fast jedem Grillfest am Strand oder beim Sundowner findet sich jemand, der mit den Kids was macht oder sich mit ihnen unterhaelt. Viele aeltere Segler vermissen ihre Enkerln zu Hause und bemuehen sich richtig um unsere Anna und so kommt es, dass Anna so manche Crew besser kennt als wir, weil sie eben mit denen schon geplaudert und gespielt hat. Das gefaellt uns ebenfalls an der Entwicklung unserer Tochter, dass sie lernt auf andere zuzugehen und sehr kommunikativ ist.

Viele Schiffe haben Video an Bord und Anna wird oft eingeladen, sich Videos anzuschauen. Das heisst, selbst auf dem Disney-Sektor sind wir auf dem laufenden.
Meine Empfehlung also, trifft man ein Schiff mit Kind oder Kindern und man vesteht sich, sollte man versuchen gemeinsam zu segeln. Man muss ja nicht staendig aufeinander picken, aber sich vielleicht absprechen, wo man sich wieder trifft und die Plaene vielleicht ein wenig aufeinander abstimmen. Nur so, haben wir herausgefunden, kann man einigermassen sicher sein, einen Spielgefaehrten immer wieder zu treffen.

Wie stellt sich also das Leben auf einem Segelboot mit Kind dar? Nicht anders als wahrscheinlich zu zweit, nur dass halt ein Crewmitglied mehr Aufmerksamkeit braucht. Ob Anna ein verzogener, egoistischer Balg ist, weil wir segeln, statt ein "normales" Leben zu fuehren, kann ich als ihre Mutter nicht objektiv beurteilen. Ich sehe aber, dass sie sich koerperlich und geistig normal entwickelt. Was ihr aber vielleicht ein wenig fehlte, war die Erfahrung, wie man sich in eine fest bestehende Kindergruppe einfuegt. Das hat sich mit unserem Neuseelandaufenthalt von ca. 8 Monaten geaendert, weil Anna fuer 6 Monate in die Schule ging und in den Ferien ein Ferienprogramm besuchte. Sie hatte viel Spass und ist in der Schule gut mitgekommen. Noch dazu haben wir durch die Schule sehr bald Anschluss zu Familien gefunden und richtige Freundschaften geschlossen.
Der einzige negative Punkt an dieser Sache, waren die Schulgebuehren: NZ$ 2.000,- (ca. Euro 1.000,-) pro Semester und das Schuljahr hat 4 Semester (unser Monatsbudget beträgt 800 - 900 Euro)! Das ist kein Tippfehler, die Schulgebuehren fuer internationale Studenten sind seit 2002 so hoch. Wir konnten einen Sonderpreis von NZ$ 600,- pro Semester aushandeln, immer noch happig, aber das war es uns wert. Ausserdem musste Anna ein Studienvisum beantragen, was nicht weiter schwierig ist, aber halt Rennerei bedeutet. Meine Empfehlung, mit der Schule reden. Ich bin mir sicher, dass man ueberall verhandeln kann, vor allem wenn das Kind schon ein wenig Englisch kann und keine Sonderbetreuung braucht. Eher einen kleineren Ort waehlen, in Auckland geht gar nichts, Wellington und Nelson waren sehr kulant (alles von anderen Schiffen gehoert). Wir selber waren in Tauranga. Falls jemand Fragen dazu hat, beantworte ich gerne per email. Taurange war auch hervorragend geeignet fuer unsere Schiffsueberholung.
Australien ist da noch komplizierter. Die Schulgebühren bewegen sich in etwa in der Hoehe von Neuseeland, aber ein Kind, das non-residency ist, darf ueberhaupt nur fuer 3 Monate in die Schule gehen, dann ist Schluss!
Anna hat ihre Zeit in der Schule sehr genossen und war in die Klassengemeinschaft voll integriert. Der Abschied fiel uns allen dreien sehr schwer, weil wir da unten so viele liebe Freunde gewonnen haben.
 
Seit wir wieder unterwegs sind, unterrichten wir Anna selbst an Bord. Wir haben von den oesterreichischen Behoerden die offizielle Genehmigung erhalten, unser Kind fuer die 1.Klasse im Heimunterricht zu unterrichten. Das war wichtig fuer die Kinderbeihilfe (Kindergeld). Es funktioniert recht gut und wir kommen gut voran. Wir haben die Schulbuecher der ersten Klasse an Bord und wir hatten das Glueck, dass eine Freundin von Roberts Mutter Volksschullehrerin ist und uns per Brief und mail gute Tips gab und gibt und uns das Material ein wenig aufbereitet hat. Es ist wirklich keine Hexerei und macht auch Spass. Gleich nach dem Fruehstueck "machen wir Schule", auf See regelmaessiger als am Ankerplatz, aber mit einem Kind allein, kommt man im Stoff sehr schnell voran und lesen und schreiben kann unsere Maus ja schon aus der Schule in Neuseeland und von der Vorschule an Bord her. Die erste Klasse schaffen wir, da habe ich keine Bedenken!
Anna und wir haben Spass an unserer Reise. Sie mag die langen Passagen (im Gegensatz zu ihrer Mutter!), weil wir dann so viel Zeit fuer sie haben. Wenn wir in Haefen liegen, sind wir immer sehr beschaeftigt mit Besorgungen, Reparaturen und, und, und... Auf Ankerplaetzen in einsamen Buchten und auf langen Passagen haben wir einen geregelten Tagesablauf und das mag Anna. Sie schwimmt wie ein Frosch, schnorchelt und taucht und spingt von der Reling ins Wasser. Sie liebt es, wenn wir Freunde auf unser Boot zum Essen oder Sundowner einladen oder wir eingeladen werden. Barbecue am Strand mit grossem Feuer ist ein Freudentag und wenn dann noch ein Fisch gegrillt wird, der an ihrer Schleppangel angebissen hat, noch besser.
Sie weiss eine Menge ueber die Laender, die wir besucht haben und steigt mit uns auf jeden Berg, um alles einmal von oben zu sehen. Hin und wieder ein Video schauen und Computerspielen ist etwas Besonderes. Einstweilen bleibt sie ja von dem ganzen Mist im Fernsehen noch veschont, liebt dafuer aber Buecher ueber alles. Sie zeichnet und malt, was sie unter und ueber Wasser sieht und stellt uns den ganzen Tag Fragen ueber dies und das. Ausserdem ist ihr durch diese Reise bewusst geworden, dass vieles teuer ist und nicht immer gekauft werden kann oder zur Verfuegung steht. So wird die Tafel Schokolade eben eingeteilt und hin und wieder einmal essen gehen oder in der Strandbar ein Cola trinken, sind spezielle Anlaesse.

Es ist ihr bewusst, dass Wasser ein kostbares Gut ist und nicht unbegrenzt aus dem Wasserhahn kommt. Brot backen macht Anna und uns Spass und wir essen bewusst viel Obst und Gemuese, wenn es verfuegbar ist, was ja nicht immer der Fall ist.

Anna hat auch ihre Aufgaben an Bord: Sie muss ihre Kabine ordentlich aufrauemen, ihre Sachen aus dem Salon und von Deck an ihren Platz zurueckbringen, beim Gechirrspuelen helfen und die Leinen Aufschiessen, wenn wir im Hafen ankommen. Nach dem Schwimmen ist es ihre Aufgabe die Handtuecher aufzuhaengen.

Natuerlich ist unser Kind kein Musterkind. Sie kann schimpfen, bruellen, sich taub oder dumm stellen, kratzbuerstig und garstig sein wie jedes andere Kind auch. Sie probiert aus, wer wohl staerker ist und will ihre Grenzen immer wieder aufs Neue erproben. Das ist genauso wie an Land auch. So gibt es auch auf der IDEMO Diskussionen und Streit zwischen Eltern und Kind, und Robert und ich versuchen immer einer Meinung zu sein, was natuerlich nicht immer hinhaut. Aber das alles kennen alle Eltern, egal ob auf einem Schiff, einem Bergbauernhof oder im Loft Down Town.

Apropos down town, mit dem Strassenverkehr kennt Anna sich zugegebenermassen nicht so besonders aus, weil sie das im Moment eben nicht so sehr braucht. Ausserdem kommen die Autos auf fast jeder Insel aus einer anderen Richtung (einmal Links- dann wieder Rechtsverkehr). Da muessen wir einiges nachholen, wenn wir wieder an Land leben!

Vielleicht ist sie auch ein wenig unselbststaendiger als andere Siebenjaehrige, weil wir ja immer um sie herum sind. Aber das sollten wir zu gegebener Zeit in den Griff bekommen, spaetestens, wenn sie allein den Schulweg bestreiten wird. Kinder, die nicht auf einem Schiff leben, haben sicher andere Interessen als unser Kind, aber ich bin mir sicher, dass es nicht lange dauern wird, bis sie sich eingefuegt und aufgeholt hat, wenn wir wieder zu Hause sind. In Neuseeland ging das jedenfalls superschnell.
 
Vor unserer Abreise berieten wir uns mit unserem Kinderarzt, der uns eine Bordapotheke fuer Anna zusammenstellte und gleich vorweg - diese haben wir bis jetzt am allerwenigsten gebraucht. In den 3,5 Jahren war Anna ganze 2x krank: einmal Durchfall mit etwas Fieber und eine Streptokokkeninfektion in Tahiti, die man sich in den Tropen sehr leicht holen kann. Meine Bedenken, nicht immer einen Kinderarzt parat zu haben und "was tue ich wenn"-Gedanken, konnte ich bis jetzt getrost auf die Seite schieben (gleich Holz klopfen!). Zu Hause brachte Anna mindestens jede 2. Woche irgendeine Infektion aus dem Kindergarten oder vom Kindergeburtstag mit und wir waren staendig beim Arzt - vor allem im Winter. Wir waren selbst ueberrascht, aber die staendige frische Luft und die fehlenden geschlossenen Raeume, sind ein grosser Vorteil unserer Reise.

In den Dengue-Fieber gefaehrdeten Gebieten (praktisch fast rund um den Aequator) versuchen wir Moskito-Bisse mit Repellents und Moskitonetzen zu vermeiden und stark gefaehrdete Malaria-Gebiete, werden wir auch in Zukunft ganz auslassen.

Leider wird Anna in den ersten Tagen auf See oft seekrank. Sie bricht und mag nichts essen. Solange sie liegen kann, ist alles relativ gut und sie kann es ertragen. Die ersten Tage wird sie dann von uns besonders liebevoll verwoehnt und das weiss sie natuerlich. Nach 2 - 3 Tagen sind die Seebeine gewachsen und egal wie sehr es schauckelt, Anna ist wieder quietschlebendig. Wir haben es mit Homoeopathie (Petroleum-Globuli D6) versucht und manchmal hilft das.  In Neuseeland hat man mir das Praeparat "Sea-Legs" (Meclozine-Hydrochloride BP; fuer Erwachsene und Kinder) empfohlen und das funktioniert wunderbar. Sie nimmt die Tabletten nur die ersten beiden Tage und dann ist alles okay. Bei mir haben sie auch gut gewirkt.
Solange Anna nicht schwimmen konnte, musste sie immer ihre Rettungsweste tragen, an Deck, im Dinghi, im Hafen, beim Segeln. Sie war daran gewoehnt, weil sie ja von klein auf, auf Segelschiffen war und immer einen Lifebelt umhatte. Das Leben wurde sehr viel leichter, als Anna schwimmen konnte, was mit 4,5 Jahren der Fall war. Wer kann schon von sich sagen, in der Rodney Bay schwimmen gelernt zu haben? Davor ist sie mit Schwimmfluegel geschwommen, damit auch von der Reling ins Wasser gehuepft und hatte sie am Strand auch immer an. Schwimmen lernen ist nur eine Geduldsfrage, haben wir festgestellt und man darf ja nicht pushen - das kommt fast von selbst. Im Dinghi traegt sie den Lifebelt nur noch, wenn es recht rauh zugeht und der Wind stark blaest, ausserdem steuert den Aussenborder sowieso meistens Anna und passt auf, dass keiner ins Wasser faellt.

Als wir abfuhren, meinte Annas Kindergaertnerin, das Leben auf einem Schiff mit den Eltern allein, ist sicher schoen und birgt viele Vorteile. Der Kindergarten wird ihr wahrscheinlich ein wenig fehlen und sicher manchmal auch andere Kinder, aber einen "Schaden davontragen" wie so manch anderer meinte, wird unser Kind sicher nicht. Weiters nannte sie mir einiges Spiel- und Lernmaterial fuer 3 - 4 jaehrige, was wir auf Vorrat besorgten. So hatten wir Spiele, Buecher und kleine Ueberraschungen fuer das erste Jahr schon an Bord, was sich als sehr guter Tip herausstellte, weil wir ja dann keine Moeglichkeit mehr hatten, deutschsprachiges Spielmaterial ohne lange Wartezeiten in Haefen zu verbringen, zu bekommen (die letzte deutsche Buchhandlung fanden wir auf Mallorca!). Spaeter schickten uns unsere Eltern immer wieder Pakete mit Spielen, Vorschulunterlagen und Buechern. Im Internet gibt's eine Menge Auswahl und wir konnten ihnen immer genau sagen, was wir uns fuer Anna wuenschen. Ausserdem bekamen wir Kinderbuch- und CD-ROM-Kataloge zum Aussuchen.
Auf einen Nenner gebracht, wuerde ich sagen, wir lieben unser Leben an Bord -einmal mehr und einmal weniger. An vielen Tagen denke ich, nie mehr wieder moechte ich etwas anderes tun und dann wieder, verfluche ich den Tag, an dem wir beschlossen, kein Haus zu bauen, sondern ein Schiff zu kaufen. Aber ist das nicht immer im Leben so, egal ob man segelt oder "normal" lebt?

Wir sind davon ueberzeugt, dass es eine gute Entscheidung war und gerade heute sagte Robert: ich habe die drei besten Jahre meines Lebens hinter mir! und Anna antwortete: Ich auch!
 
Wir freuen uns aber auch schon auf die Zeit, wenn wir wieder an Land leben werden und wir sprechen darueber, wie unsere neue Wohnung aussehen wird und wo wir die Tanoa (Holzschuessel) von den Marquesas mit den Kauris drinnen aufstellen werden. Ein Jahr haben wir noch Zeit, darueber nachzudenken, dann sind wir wieder zu Hause und da wartet das naechste Abenteuer auf uns - wieder Fuss fassen und ein schulpflichtiges Kind grossziehen - klingt nach Herausforderung, nicht? Davor haben wir aber noch ein Jahr segeln, das wir ganz besonders geniessen werden.

 
 
 
 
 
 
Ingrid an Bord Idemo

September 2003

dzt. Darwin / Australien
e-mail: sy.idemo@gmx.at


 

 
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